2013 Neue Biographie Coco Chanel Für Dich brillengestell chanel Zum zweiten Mal mit 71 Jahren inthronisiertIm Jahr 1993 fanden erste Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung statt. Sie erkl?rte Kambodscha zu einer konstitutionellen Monarchie. Ein Thronrat w?hlte Sihanouk zum K?nig. Zum zweiten Mal wurde Sihanouk unter dem Jubel der Bev?lkerung inthronisiert, diesmal im Alter von 71 Jahren.
Bei dieser zweiten Thronbesteigung war Sihanouk schon von einer KrebsKrankheit gezeichnet. Wieder zog es ihn nach Peking, wo er sich operieren lie? und einer l?ngeren Chemotherapie unterzog. In Kambodscha begann eine neue Zeit der Unsicherheit. Ein Sohn Sihanouks, Prinz Norodom Ranarridh, regierte gemeinsam mit Hun Sen. Diesmal meinte er es ernst. Er gab gesundheitliche Gr?nde f?r seine Entscheidung an, es hei?t aber auch, dass er der ewigen politischen K?mpfe m?de war. Sein Sohn Norodom Sihamoni folgte ihm auf den Thron. Sihanouk behielt den Titel Seine Majest?t, K?nigsVater von Kambodscha" und einige zeremonielle Aufgaben. Sihanouk selbst sah sich als Vater der Nation. In der Nacht zum Montag ist er im Alter von 89 Jahren in seiner zweiten Heimat Peking gestorben.
Prinz Sihanouk brach die Beziehungen zu Washington abSihanouk versuchte im IndochinaKonflikt offiziell die Neutralit?t Kambodschas zu wahren, und bek?mpfte die kommunistischen Roten Khmer, die sich im Hinterland Kambodschas ausbreiteten. Mehr und mehr neigte der Prinz aber zum kommunistischen Nordvietnam und zur Volksrepublik China. ber den Ho Chin Minh Pfad", der auch durch Kambodscha lief, wurden die Vietcong mit Nachschub versorgt. Das konnten die Vereinigten Staaten nicht hinnehmen. Sie bombardierten Teile Kambodschas und Prinz Sihanouk brach die Beziehungen zu Washington ab.
Im Jahr 1970 st?rzte ein von Amerika unterst?tzter Putsch des Generals Lon Nol den Prinzen. Sihanouk fand Zuflucht in Peking. Die chinesische F?hrung unter Mao Tsetung zeigte sich als gro?z?giger Gastgeber, dem Prinzen wurde eine Residenz in Peking zur Verf?gung gestellt, in der er Hof halten konnte, w?hrend in China die Kulturrevolution tobte. Bei offiziellen Anl?ssen war er Ehrengast und beliebtes Vorf?hrbeispiel internationaler kommunistischer Solidarit?t.
Sihanouk trat schon ein Jahr sp?ter zur?ck und wurde in seinem Palast Phnom Penh unter Hausarrest gestellt, w?hrend die Roten Khmer das Land mit ihrem Terrorregime qu?lten.
In seinem chinesischen Exil gr?ndete er eine Nationale Einheitsfront und eine Exilregierung, an der auch die Roten Khmer beteiligt waren. Sihanouks Guerillas k?mpften mit den Roten Khmer gegen die Milit?rregierung Lon Nols. Im Jahr 1975 vertrieben die Roten Khmer Lon Nol und ?bernahmen die Macht in Kambodscha. Den Prinzen Sihanouk setzten die Roten Khmer zun?chst als Staatsoberhaupt ein.
Die Koalition war schwierig, aus Protest gegen die Gewalttaten der Roten Khmer trat Sihanouk mehrfach zur?ck, kam aber doch immer wieder zur?ck in die ExilRegierung. Im Jahr 1989 begannen Friedensverhandlungen f?r Kambodscha in Paris. Sihanouk trat als Leiter der ExilRegierung ab. 1990 kehrte er erstmals wieder f?r kurze Zeit nach Kambodscha zur?ck, das seit 1985 von Hun Sen, der noch heute Ministerpr?sident ist, regiert wurde. Im Jahr 1991 wurde nach schwierigen Verhandlungen in Paris ein Friedensplan f?r das geschundene Land unterzeichnet. Prinz Sihanouk kehrte nach Kambodscha zur?ck und wurde 1991 zum Staatsoberhaupt gew?hlt.
??ater der kambodschanischen Nation
Wer den Prinzen" bei seinen ?ffentlichen Auftritten beobachten konnte, war leicht dazu verleitet, ihn zu untersch?tzen. Der kleine, extrovertierte Mann zeigte eher schauspielerisches als k?nigliches Gebaren. Die elegante Frau an seiner Seite, einen kleinen Hund auf dem Arm, h?tte man ihn f?r einen Lebemann aus den vergangenen Zeiten Indochinas halten k?nnen, der sich in Selbstdarstellung gen?gte.
Norodom Sihanouk war aber ein leidenschaftlicher Politiker, der in wechselnden Rollen das Schicksal Kambodschas ?ber Jahrzehnten mitbestimmt hat. Schon die franz?sischen Kolonialherrscher hatten Sihanouk untersch?tzt. Sie hatten den jungen Sihanouk, der in Saigon und Paris in Franz?sisch ausgebildet worden war, als Nachfolger seines Gro?vaters, K?nig Sisowath, zum K?nig Kambodschas bestimmt. Schon im Alter von 19 Jahren wurde Sihanouk zum ersten Mal als K?nig Kambodschas inthronisiert. Doch der junge K?nig, der Marionette sein sollte, wurde Unabh?ngigkeitsk?mpfer. Er verzichtete im Jahr 1955 auf die K?nigsw?rde und st?rzte sich in die Politik. Der jetzt wieder als Prinz" bekannte Sihanouk begr?ndete eine Linkspartei und war in der Regierung als Premierminister und Au?enminister t?tig. Im Jahr 1960 wurde er zum Staatsoberhaupt gew?hlt, die K?nigsw?rde schlug er weiter aus.
Die Roten Khmer setzten den Prinzen als Staatsoberhaupt einEr unterbrach sein ExilDasein in Peking nur durch Besuche im kommunistischen Nordkorea, das ebenfalls dem kambodschanischen Prinzen gerne Gastfreundschaft gew?hrte.
Trotz ihres W?tens blieb er auf der Seite der Roten KhmerErst der Einmarsch vietnamesischer Truppen im Jahr 1978 beendete das Regime der Roten Khmer in Kambodscha. Es bleibt eines der R?tsel um den Prinzen, dass er trotz des W?tens der Khmer, das auch seine Familie betroffen hat, sich weiter auf der Seite der Roten Khmer hielt und sich nicht mit der von Vietnam eingesetzten Regierung in Phnom Penh arrangierte. Sein Einsatz f?r die KhmerRegierung trug auch dazu bei, dass der gro?e Teil der internationalen Gemeinschaft die Exilregierung mit den Foltergener?len der Roten Khmer und nicht die Regierung in Phnom Penh als Regierung Kambodschas anerkannte. Wieder wich Sihanouk nach Peking aus. Dort wurde er im Jahr 1982 zum Pr?sidenten einer neuen ExilRegierung des Demokratischen Kampuchea" bestimmt, die aus Roten Khmer, Nationalisten und SihanoukAnh?nger bestand.
Die Roten Khmer katapultierten Kambodscha mit brutaler Gewalt in einen Agrarkommunismus. Die St?dte wurden entv?lkert, die Intellektuellen ausgerottet, Hunderttausende kamen unter den brutalen Bedingungen des Lebens auf dem Land um. Politisch suspekte Personen endeten in den ber?chtigten Folterlagern und auf den Killing Fields. Es wird gesch?tzt, dass mehr als eine Million Kambodschaner, darunter auch f?nf Kinder und 14 Enkelkinder von Prinz Sihanouk, der Terrorherrschaft zum Opfer fielen.
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